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    Informationen zum sächsischen Förderprogramm "Umweltmanagement"

Förderprogramm "Umweltmanagement" in Sachsen

Grundlage

Richtlinie des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zur Mittelstandsförderung (Mittelstandsrichtlinie) vom 21. August 2014

Was wird gefördert?

Beratungen, Workshops und Überprüfungen im Zusammenhang mit der Validierung eines Umweltmanagementsystems gemäß der EMAS-Verordnung, der Zertifizierung eines Umweltmanagementsystems nach nationalen Standards sowie die Einführung sonstiger Umweltmanagementansätze, Gruppenprojekte zur Einführung und Weiterentwicklung von Umweltmanagementsystemen sowie Energieberatungen.

Wer ist antragsberechtigt?

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU), bei Gruppenprojekten auch Kammern, Kommunen und Landkreise

Allgemeine Informationen

Die Förderung soll Unternehmen bei der Anforderung umweltgerechten Wirtschaftens unterstützen. Der schonende und effektive Umgang mit natürlichen Ressourcen kann Kosten senken, der Risikovorsorge dienen und die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.
Gefördert werden Beratungen, Workshops und Prüfungen im Zusammenhang mit nachfolgenden Maßnahmen:

  • Validierung (Überprüfung) eines Umweltmanagementsystems gemäß der EMAS-Verordnung,
  • Zertifizierung eines Umweltmanagementsystems nach internationalen Standards (DIN EN ISO 14001) oder Zertifizierung der Nutzung von Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Quellen entlang der Produktkette (PEFC-CoC, FSC-CoC),
  • Energieberatungen zur Entwicklung, Umsetzung oder Aufrechterhaltung eines Energiemanagementsystems nach DIN EN ISO 50001 oder eines Energieaudits nach DIN EN 16247-1,
  • Einführung eines sonstigen Umweltmanagementansatzes (zum Beispiel Ökoprofit, Qualitätsverbund umweltbewusster Betrieb (QuB), DLG-Nachhaltigkeitsstandard),
  • Gruppenprojekte unter Beteiligung von mehreren KMU, mit denen Umweltmanagementansätze oder Umweltmanagementsysteme entwickelt, weitergeführt und eingeführt werden.

Art der Förderung und Höhe

  • nicht rückzahlbarer Zuschuss
  • Anteilsfinanzierung
  • bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, maximal 8.000 EUR Zuschuss für Validierung und Zertifizierung, bei Beratungen bis zu 12.000 EUR förderfähiger Ausgaben innerhalb von drei Jahren, bei Gruppenprojekten bis zu 30.000 EUR Zuschuss
  • bis zu 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bei Beratungen ohne Einschaltung eines der zugelassenen Qualitätssicherer (Direktverfahren)

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Zuständige Stelle

Antrags- und Bewilligungsstelle ist die Sächsische AufbauBank - Förderbank - (SAB). Der Antrag ist unter Verwendung der entsprechenden Antragsformulare schriftlich bei der SAB einzureichen.

Voraussetzungen
Antragsberechtigte:
-    KMU der gewerblichen Wirtschaft
-    bei Gruppenprojekten auch Kammern, Kommunen und Landkreise
-    KMU mit Erzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse
Der Betrieb oder die zu fördernde Betriebsstätte des Unternehmens muss sich im Freistaat Sachsen befinden.

Weitere Voraussetzung

Die Validierung oder Zertifizierung darf nicht durch das Unternehmen erfolgen, das bereits die Beratung durchgeführt hat.

Verfahrensablauf

Die Antragstellung erfolgt unter Verwendung der hierfür notwendigen SAB-Formulare.
Unterstützend können Sie einen Qualitätssicherer einschalten. Dieser beauftragt im Einverständnis mit Ihnen einen geeigneten Berater. Darüber hinaus kontrolliert der Qualitätssicherer die Qualität, den Umfang sowie die Wirkung der Beratung.

Frist/Dauer

Der Antrag muss vor Beginn des Vorhabens bei der SAB gestellt werden. Als Beginn gilt insbesondere der Abschluss eines Beratervertrages. Starten Sie mit Ihrem Vorhaben erst, wenn Ihnen der Zuwendungsbescheid oder die Zustimmung zum vorzeitigen Vorhabensbeginn der SAB vorliegt. Bei Verletzung des Vorhabensbeginns ist eine Förderung ausgeschlossen.

Stand: 10.10.2014
Quelle: SAB


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