Qualitätssicherer

Häufig werden wir gefragt, was es mit diesem sperrigen Begriff auf sich hat. Entstanden ist er durch die damalige Notwendigkeit, geförderte Beratungsprojekte von einem speziellen Unternehmen überwachen zu lassen, damit die am Beratungsende ausgezahlten Steuergelder auch tatsächlich sachgemäß verwendet werden.

Theoretisch und auch praktisch ist er leicht erklärt und umreißt unsere Aufgaben hiermit kurz und knapp:

"Die Qualitätssicherung umfasst [...] alle organisatorischen [...] Maßnahmen, die vorbereitend, begleitend und prüfend der Schaffung und Erhaltung einer definierten Qualität [...] einer Dienstleistung dienen." 1)

Die definierte Qualität der Dienstleistung (in unserem Fall die geförderte Beratungsleistung) wird durch die nachfolgend aufgelisteten Aufgaben für Qualitätssicherer anhand der Beratungsrichtlinien zur Förderung des Mittelstandes der Freistaaten Sachsen und Thüringen festgelegt.

Aufgaben als Qualitätssicherer in Sachsen und Thüringen

Informationen zur Beratungsförderung in Sachsen

Informationen zur Beratungsförderung in Thüringen


1) Quelle: Gabler Verlag (Herausgeber), Gabler Wirtschaftslexikon, Stichwort: Qualitätssicherung, online im Internet: http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/57713/qualitaetssicherung-v5.html


KMU-Definition

Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU-Definition) 

Ziel und Gegenstand 2)

Um die Kohärenz und Effizienz der gemeinschaftlichen und einzelstaatlichen Maßnahmen zugunsten kleiner und mittlerer Unternehmen zu steigern und Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, empfiehlt die Europäische Kommission den Mitgliedstaaten, der Europäischen Investitionsbank und dem Europäischen Investitionsfonds die Anwendung einer einheitlichen Definition zur Abgrenzung von kleinen und mittleren Unternehmen.

Die KMU-Definition wird in vielen Förderprogrammen als Kriterium zur Abgrenzung der antragsberechtigten Unternehmen bzw. Kriterium für die Festlegung der Förderhöhe/-intensität verwendet.

Definition der KMU

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden definiert als Unternehmen, die

  •  weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und
  • einen Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. EUR oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. EUR aufweisen.

Für die Unterscheidung zwischen Kleinstunternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen gelten folgende Abgrenzungen:

  • Kleinstunternehmen: weniger als 10 Mitarbeiter und Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme von höchstens 2 Mio. EUR,
  • kleine Unternehmen: weniger als 50 Mitarbeiter und Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme von höchstens 10 Mio. EUR,
  • mittlere Unternehmen: weniger als 250 Mitarbeiter und entweder Jahresumsatz von höchstens 50 Mio. EUR oder Jahresbilanzsumme von höchstens 43 Mio. EUR.

Bei der Berechnung der Mitarbeiterzahl und der finanziellen Schwellenwerte sind eigenständige Unternehmen, Partnerunternehmen sowie verbundene Unternehmen zu unterscheiden.

Die Schwellenwerte beziehen sich auf den letzten durchgeführten Jahresabschluss. Das Antrag stellende Unternehmen erwirbt bzw. verliert den KMU-Status erst dann, wenn es in zwei aufeinander folgenden Geschäftsjahren die genannten Schwellenwerte unter- bzw. überschreitet.

Die Mitarbeiterzahl entspricht der Zahl der während eines Jahres beschäftigten Vollzeitarbeitnehmer. Teilzeitbeschäftigte und Saisonarbeiter werden anteilig, Auszubildende werden nicht zu berücksichtigen.

Ein Unternehmen ist kein KMU, wenn 25% oder mehr seines Kapitals oder seiner Stimmrechte direkt oder indirekt von einer oder mehreren öffentlichen Stellen oder Körperschaften des öffentlichen Rechts einzeln oder gemeinsam kontrolliert werden, ausgenommen sind bestimmte öffentliche Anteilseigner.


2) Quelle: BMWI (Herausgeber), www.foerderdatenbank.de - Direktlink zur KMU-Definition


Nach oben