• Ellipsis Newsletter / Mai 2017

    Rückblick auf den Ellipsis BeraterKongress Sachsen am 5. April 2017

    Der 12. Ellipsis BeraterKongress Sachsen stand ganz im Zeichen der Digitalisierung - und zeigte, dass dies für Unternehmen bei weitem nicht eine Umstellung auf "0 und 1" bedeutet, sondern sie sich ganzheitlich neu analysieren lassen sollten.

Durch die Eröffnungsworte der Geschäftsführerin Sylvi Kunze war der Kurs des Tages gesetzt - der aktuelle Stand der Digitalisierung in Sachsen sowie praktische Umsetzungsbeispiele und Herangehensweisen bei der Analyse und Neustrukturierung aktueller Geschäftsprozesse und -modelle.

Den Anfang machte Dr. Dirk Orlamünder vom SMWA. Der Überblick zum Digitalisierungsstand Sachsens im Vergleich zu Deutschland und anderen Bundesländern war mit vielen praktischen Beispielen versehen, was dem Vortrag eine sehr greifbare Note verlieh.

Im Anschluss sprach Daniel Behlert, Standortleiter von Zalando in Erfurt, über die Digitalisierung am Beispiel von Zalando Erfurt. Der geschichtliche Abriss vom Anfang als Start-Up zum Grown-up oder auch vom simplen Mode-Online-Shop hin zu Europas führender Plattform für Mode ist ein bemerkenswerter Beweis, wie aktuelle und zukünftige Trends permanent Einfluss auf die aktuelle Geschäftskultur nehmen.

Nach der ersten Kaffeepause wurde es disruptiv, denn Prof. Dr. Peter Buxmann von der TU Darmstadt referierte über disruptive Innovationen und den Wert von Daten. Hierbei ging es um simple Ideen neuer bzw. aufsteigender Unternehmen, die sogar Marktführer in Bedrängnis bringen können, wenn letztere nur konsequent ihren klassischen Erfolgsfaktoren folgen. Daher war eine weitere logische Schlussfolgerung, dass Chancen beispielsweise in datenbasierten Geschäftsmodellen liegen. Dabei spielt dann auch die Menge der (freiwilligen) Datenweitergabe von (potenziellen) Kunden eine wichtige Rolle... Ein weites Feld, dass viel Spielraum für Ideen gibt.

Rico Wünsche von der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft mbH (MBG) sprach in seiner Funktion als "Finanzierungsunterstützer" über beihilfefreie Finanzierungsmöglichkeiten der MBG. Olrik Börnicke, Abteilungsleiter Wirtschaft der Sächsischen AufbauBank (SAB) ergänzte diese Unterstützungen am Nachmittag mit Fördermöglichkeiten der SAB und nahm Bezug auf Zuschüsse für Beratungs-, E-Business- oder Investitionsprojekte.

Nach der Mittagspause übernahm Prof. Dr. Tobias Braun von der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin das Mikrofon und setzte sich mit der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle durch Wertschöpfungsinnovation auseinander. Hierdurch konnte der eine oder andere Berater, sofern es in seine Beratungskompetenzen fällt, Tools an die Hand bekommen, um Unternehmern neue und auf den ersten Blick eventuell abstrus anmutende Neumodellierungen des bestehenden Geschäftsmodells ans Herz zu legen oder bspw. mit einer guten Idee einen kleinen Prozentsatz des traditionellen Einzelhandels in den Online-Handel zu transferieren.

Ellipsis hatte sich für das Ende des BeraterKongress dieses mal etwas mehr Zeit "freigeschaufelt", um erneut die Grundzüge des sächsischen Förderschwerpunktes "Digitalisierungsprojekt" den Beratern nahe zu bringen. (Diese können Sie im nächsten Beitrag auf dem offiziellen Ellipsis-Flyer gern nachlesen.) Zu wichtig ist uns das Anliegen dieses Förderschwerpunktes, da es sich bei diesen Projekten bei weitem nicht um eine Beratung zur Umstellung auf "0 und 1" handelt, sondern eine ganzheitliche, neue externe Betrachtung mit der digitalen Zukunftsbrille erfolgen soll, die zudem auch förderfähig ist.

Mit einem Ausblick auf den Thüringer BeraterKongress am 7. September 2017 in Weimar (Achtung: neuer Ort!), den BeraterForen in Sachsen Anfang November und dem 13. BeraterKongress Sachsen im April 2017 endete ein mit 115 Teilnehmern sehr gut besuchter, informationsreicher und richtungsweisender BeraterKongress im Dresdner Steigenberger Hotel de Saxe.


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