• Ellipsis Newsletter / Ausgabe 03 / April 2014

    Nachlese zum Ellipsis BeraterKongress 2014 in Sachsen

    Knapp 100 Teilnehmer erlebten am 16. April 2014 einen facettenreichen Ellipsis BeraterKongress Sachsen im Steigenberger Hotel de Saxe.

Pünktlich kurz nach 9 Uhr begann Staatssekretär Hartmut Fiedler vom Sächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr mit seinem Vortrag zu "Stand und Perspektiven der sächsischen Wirtschaft – Konsequenzen für die Förderpolitik bis 2020". Das Fazit war, dass der Freistaat Sachsen auf einem guten wirtschaftlichen Weg ist, was auch die vorgelegten Zahlen eindrucksvoll beweisen. Allerdings gibt es auch weiterhin noch Aufholbedarf in Richtung Wirtschaftskraft, die bei den strategischen Planungen bis 2020 weiterhin auf der Agenda stehen müssen.

Der vierten industriellen Revolution - Industrie 4.0 - widmete sich Jörg Wende von IBM Deutschland. Hierbei steht die Kommunikation bisher unabhängig voneinander agierender Systeme im Fokus (auch auf vertikalen Ebenen betrachtet), so dass der Mensch als zwischengeschalteter Übermittler nicht mehr notwendig ist. Ängste, dass der Mensch als Arbeiter durch die Technik ersetzt wird, bestehen sicher nicht, jedoch verlagern sich seine Aufgaben in diesen Sektoren mehr in den technischen Bereich zur Verbesserung dieser Kommunikationswege.

Nach der Kaffeepause erklärte Steffen Söll, wie er die SKM GmbH in Boxberg im Rahmen einer Unternehmensnachfolge übernahm. Dabei wurde den Teilnehmern verdeutlicht, wie komplex und zeitintensiv solch eine Übergabe ist. Vielfältige betriebswirtschaftliche Betrachtungen und der keinesfalls zu vernachlässigende psychologische Faktor wurden sehr anschaulich hervorgehoben.

Im Anschluss stellte Markus H. Michalow, Geschäftsführer der der BBS GmbH und MBG GmbH, die Programme "Mikromezzanin" und "Leasing-Verbürgung mit EIF" vor.

Nach der Mittagspause informierten Niels Gehrmann und Sylvia Zschoke von der Sächsischen AufbauBank über Änderungen und Aktualisierungen vieler Förderprogramme in Zusammenhang mit dem Beginn des neuen Förderzeitraums 2014 - 2020. Diese Änderungen befinden sich derzeit noch im Entwurfsstadium und werden sehr wahrscheinlich im zweiten Halbjahr 2014 offiziell veröffentlicht.

Die "Anforderungen an ein modernes Controlling" erläutete danach Gerhard Radinger von der Controller Akademie. Schlussendlich trifft wieder zu, dass der Controller mit all seinen ihm zur Verfügung stehenden Instrumenten durchaus eine Vorschau/Prognose der Unternehmensentwicklung über den festgelegten Planungszeitraum abgeben kann. Die Auswertung dieser Ergebnisse obliegt weiterhin dem Geschäftsführer. Er kann jedoch durch fundiertes Datenmaterial in diesem Entscheidungsprozess konkret unterstützt werden.

Über die potenzielle Angreifbarkeit jedes Unternehmens bzw. Menschen referierte anschließend Oberstleutnant d. R. Günter Holzhauser. Sein Vortrag zu "Wirtschaftsschutz und Härtung von Unternehmen" bzw. Wirtschafts- und Industriespionage zeigte deutlich, dass IT-Sicherheit im Unternehmen inzwischen längst nur eines von mehreren Sicherheitsrisiken darstellt. Getreu dem Motto "Amateurs hack systems, professionals hack people" erfolgt der "Angriff" eine Stufe davor oder um das "system" herum, z. B. durch "neue" Personen im Umfeld (u. a. Berater, Servicepersonal, ...), alte Bekannte oder ehemalige Mitarbeiter, die evtl. gekauft oder erpresst wurden, oder durch Mini-Technik, die u. U. schon vorab, z. B. in Büros in einem Technologiezentrum, installiert wurde. HD-Kameras in Kugelschreibern gibt es bspw. problemlos in allen möglichen Elektronik-Shops ab ca. 20 Euro.

Einigermaßen konsterniert von diesem Beitrag verteilten sich die Teilnehmer in die Workshops der Herren Radinger, Holzhauser und Dr. Andreas Stute, der sich den "Haftungsrisiken für Unternehmensberater" widmete. Mit "Aktuellem von Ellipsis" durch Geschäftsführer Dietmar Kunze endete am späten Nachmittag ein rundum, wiederum auch kulinarisch, gelungener BeraterKongress in Sachsen, der in genau einem Jahr am 16. April 2015 seine Fortsetzung finden wird.


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