• Ellipsis Newsletter / Ausgabe 01 / Februar 2014

    Reisekostenreform 2014

    Seit dem 1. Januar gelten neue Regeln. Kernpunkte der Reisekostenreform 2014 sind Änderungen bei Übernachtungskosten und Verpflegungspauschalen. Außerdem wird der Begriff der "regelmäßigen Arbeitsstätte" durch die Bezeichnung "erste Tätigkeitsstätte" ersetzt.

  • Aus der regelmäßigen Arbeitsstätte wird die erste - und einzige - Tätigkeitsstätte
    Bisher (bis zum 31.12.2013) hatte ein Arbeitnehmer eine bzw. mehrere regelmäßige Arbeitsstätten. Seit dem 01.01.2014 kann er nur noch keine oder eine (=erste) Tätigkeitsstätte pro Dienstverhältnis haben. Wird diese aufgesucht, gibt es dafür keine Verpflegungspauschalen und nur eingeschränktes Kilometergeld (= Abzug der Entfernungspauschale).

    Bei der ersten Tätigkeitsstätte handelt es sich um eine ortsfeste betriebliche Einrichtung, welcher der Arbeitnehmer dauerhaft zugeordnet ist. Daher können Fahrzeuge oder Schiffe sowie das häusliche Arbeitszimmer keine Arbeitsstätte darstellen.

    Wenn keine erste Tätigkeitsstätte bestimmt wurde, wird die quantitative Zuordnung anhand messbarer Kriterien vorgenommen. Die erste Tätigkeitsstätte ist dann die betriebliche Einrichtung, an der der Arbeitnehmer
    - je Arbeitswoche mindestens zwei volle Arbeitstage verbringt oder
    - mindestens 1/3 der vereinbarten regelmäßigen Arbeitszeit tätig werden soll.

    Wenn der Arbeitnehmer jedoch an der betrieblichen Einrichtung nicht seine eigentliche berufliche Tätigkeit ausübt, sondern lediglich z. B. sein Fahrzeug oder Material abholt oder Auftragsbestätigungen, Stundenzettel etc. abgibt, wird sie nicht seine erste Tätigkeitsstätte.
     
  • Verpflegungspauschalen
    Die bisherige dreistufige Staffelung für Verpflegungspauschalen wird auf eine zweistufige reduziert. Bei der Gewährung von Verpflegungspauschalen gibt es drei Konstellationen:

    1. Eintägige Reise
    Bei einer Abwesenheit von mehr als (bisher ab) 8 Stunden kann eine steuerfreie Verpflegungspauschale von 12 Euro (bisher 6 Euro) gezahlt werden. Für eintägige Reisen gibt es also entweder 0 oder 12 Euro.

    2. Reise über Nacht (Nachtreise/Brummi-Regelung)
    Bei einer Reise, die zwar zwei Tage dauert, aber ohne Übernachtung durchgeführt wird, werden die Zeiten zusammengezählt. Dauert eine solche Reise mehr als 8 Stunden, kann eine steuerfreie Verpflegungspauschale von 12 Euro angesetzt werden. Im Gegensatz zu früher spielt es keine Rolle, wann diese Nachtreise begann (früher nach 16 Uhr am ersten Tag und Ende am zweiten Tag vor 8 Uhr) und am nächsten Tag endet. Aber auch hier gilt, es kann entweder 0 oder 12 Euro an Verpflegungspauschale ergeben. auch wenn die Reise mehr als 24 Stunden dauert.

    3. Mehrtägige Reise
    Eine mehrtägige Reise liegt vor, wenn es sich mindestens um eine zweitägige Reise mit Übernachtung handelt. Es spielt dabei keine Rolle, ob für die Übernachtung Kosten entstanden sind. Für den Anreisetag gibt es dann immer 12 Euro, egal wann die Reise beendet wird. Bei einer mindestens drei Tagen dauernden Reise gibt es für die sogenannten Zwischentage 24 Euro.

    Verpflegungspauschalen im Ausland
    Diese neuen Regelungen gelten auch für Reisen ins Ausland. Aufgrund der nun nur noch zweitägigen Staffelung werden durch das BMF für Auslandsreisen ab 01.01.2014 neue Auslandspauschalen veröffentlicht. Ausführliche Informationen zu den genannten Punkten und weitere wichtige Veränderungen zum Reiskostengesetz 2014 unter: www.bundesfinanzministerium.de.

    Gegenüberstellung Abwesenheit / Pauschale
    Bis 31.12.2013
    - weniger als 8 Stunden / 0 Euro
    - mindestens 8 und weniger als 14 Stunden / 6 Euro
    - mindestens 14 und weniger als 24 Stunden / 12 Euro
    - 24 Stunden / 24 Euro

    Ab 01.01.2014
    - Eintägige Reise: 8 Stunden und weniger  / 0 Euro
    - Eintägige Reise: mehr als 8 Stunden / 12 Euro
    - Mehrtägige Reisen: Anreisetag ohne Zeitvorgaben / 12 Euro
    - Mehrtägige Reisen: Abreisetag ohne Zeitvorgaben / 12 Euro
    - 24 Stunden (Zwischentag) / 24 Euro

(Quelle: www.lexware.de)


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