• Ellipsis Newsletter / Ausgabe 10 / November 2013

    Führungsaufgabe Nr. 1

    Veränderungen RECHTZEITIG bewirken!

Jedes Geschäftsmodell bedarf der permanenten Überprüfung.
Und gerade in der Phase des großen Erfolges gilt es die Zukunft zu sichern. Wie werden sich Faktoren wie Markt, Kunden, Absatzmenge, Margen, Wettbewerb, Ergebnisse u. v. a. m. in den nächsten eins bis drei bzw. vier bis fünf Jahren entwickeln. Daraus ergibt sich der Anpassungs- Modifizierungs-, Ergänzungs-, Änderungs- und eventuell sogar Neuorientierungsbedarf. Nur die Geschäftsführung (bzw. die Vertriebsleitung) kann und muss die Weichen für die nächste Periode (1-2-3-4-5 Jahre) stellen. Wer sonst?
 
Keine Zeit für Zukunftsstrategie?!

Natürlich kommt jetzt die Sache mit dem operativen Geschäft. Das stimmt auch – hier werden wir stark tangiert. Aber es darf die Geschäftsführung nicht auffressen – weil sie sich dann nicht um die Zukunft kümmern kann. Unter uns: Zukunft gestalten findet am Wochenende statt oder ab der 50., 52., 56. Wochenarbeitsstunde. Je nach persönlichem Level der Selbstorganisation… Wenn man das nicht schafft, sich nicht proaktiv um die Zukunft kümmert – dann fällt es einem selbst, der Geschäftsführung und dem UNTERNEHMEN, gnadenlos und  zeitversetzt auf die Füße - eigentlich auf den Kopf! Das beeinflusst  die gesamte Unternehmensentwicklung nachhaltig negativ. Das Geschäft reißt einen mit, man verliert die Übersicht, arbeitet im Vertrieb statt diesen zu gestalten – man ist in der Reaktion! Mit allen in Frage kommenden Nachteilen. Man verliert Ergebnis, Marktanteile bzw. Marktposition, stärkt Wettbewerber und es kostet ein zu großes Stück positiver Zukunft.
 
Was ist wirklich wichtig?
Das wissend macht es der Geschäftsführung leicht, sich als Kernaufgabe stets um die Zukunft des Unternehmens und die Gestaltung des Vertriebes aktiv und präventiv zu kümmern. Das hat die höchste Priorität und das dafür Nötige muss einfach rechtzeitig getan werden. Es geht hier nicht um die Menge an dafür einzusetzender Zeit – sondern um den richtigen Zeitpunkt. Wir reden über einen Zeitbedarf (auf den Tag runtergerechnet) von vielleicht 1 Stunde = knapp 10 % des Zeitbudgets. Fakt: Keine wirkliche Zeit- (verfügbarkeits)Frage – sondern eine Prioritäts-Angelegenheit. Es liegt nur an uns selbst, ob wir Zukunft gestalten als 1a-Priorität sehen und leben (tun). 1b ist das operative Geschäft – das den nötigen Einsatz erfordert (umso besser wir delegieren können – umso einfacher bekommen wir die nötigen Freiräume - für 1a.
 
Zukunft gehört auf die Agenda!

Eigentlich gehört mindestens einmal im Jahr das Thema "Entwicklung des Geschäftsmodells für die nächste Periode bzw. Perioden" in die Beiratssitzung/Gesellschaftsversammlung. Das muss kein fertiges Konzept sein – anfangs reichen Ideen, Szenarium, Grob-Konzept. Die Anforderungen an die nächsten ein bis zwei Jahre sollten „hart“ untersetzt und umsetzungsfähig sein. Wenn größere Veränderungen anstehen, wird ein Planungs- und Umsetzungshorizont von ca. zwei bis drei (vier bis fünf) Jahren benötigt. Diese Zukunftsgestaltung (= Vertrieb gestalten) lebt, wird fortgeschrieben, verfeinert, aktualisiert. Wer so vorausschauend agiert, kann dann nur sehr selten kalt erwischt werden. Ein ganz wichtiger Aspekt ist das Personalmanagement. Wenn man weiß, wo es die nächsten 1-3-5 Jahre hingeht, dann weiß man auch, welches Personal (-Können) man braucht. Das betrifft analog selbstverständlich alle anderen Unternehmensbereiche genauso.
 
Fazit:
Durch "Zukunft und Vertrieb rechtzeitig gestalten" sind Sie auf jeden Fall in der Aktion – und damit Herr der eigenen Geschicke.

Klaus Buschmann

Kundenorientierung Buschmann
Peterssteinweg 10
04107 Leipzig

www.kundenorientierung-buschmann.de


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