• Ellipsis Newsletter / Ausgabe 7 / Juli 2013

    Aktuelle Konjunktur in Sachsen

    Die konjunkturelle Lage in Ostdeutschland und Sachsen wird sich in den kommenden anderthalb Jahren kontinuierlich verbessern.

Das Bruttoinlandsprodukt von Ostdeutschland (einschließlich Berlin) wird im Jahr 2013 preisbereinigt um insgesamt 0,4 % und im Jahr 2014 um 1,6 % steigen. Dies geht aus der jüngsten Konjunkturprognose des ifo Instituts hervor, die der stellvertretende Geschäftsführer der Niederlassung Dresden, Prof. Dr. Joachim Ragnitz, am 3. Juli vorstellte. "Die Entwicklung wird im Wesentlichen von der robusten Binnenkonjunktur getragen", so Ragnitz weiter.

Nach einem schwachen Start in das laufende Jahr erwartet das ifo Institut eine Zunahme der konjunkturellen Dynamik. Bislang witterungsbedingt aufgeschobene Baumaßnahmen sowie der Wiederaufbau nach der Hochwasserkatastrophe Anfang Juni werden dem Bausektor neuen Schwung verleihen. Ab Jahresende und zunehmend im Jahr 2014 werden schließlich auch vom Außenhandel positive Impulse ausgehen, die die Produktion von Vorleistungs- und Investitionsgütern anregen.

In Sachsen wird sich die konjunkturelle Dynamik auf Grund der spezifischen Wirtschaftsstruktur demnach noch etwas kräftiger entfalten als in Ostdeutschland insgesamt. Die Konjunkturexperten des ifo Instituts prognostizieren für den Freistaat einen Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,5 % im laufenden Jahr und um 1,8 % im Jahr 2014.

Die Erwerbstätigkeit wird aller Voraussicht nach jedoch schwächer expandieren als die gesamtwirtschaftliche Produktion. Dämpfend wirken hier die jüngsten, vergleichsweise hohen Tarifabschlüsse sowie die demographische Entwicklung. Für ostdeutsche Unternehmen wird es demnach in Zukunft kostspieliger und schwieriger, frei werdende Stellen neu zu besetzen.

Quelle: ifo Institut


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