• Ellipsis Newsletter / Ausgabe 6 / Juni 2013

    Risiko-Management, der Radar für Ihren Betrieb

    Wirtschaftlicher Nutzen durch Schaffung von Transparenz im Chancen- und Risikoprofil Ihres mittelständischen Unternehmens

Die Auseinandersetzung mit der Zukunft des Unternehmens mündet zwangsläufig in die Aufstellung einer Finanz- und Erfolgsplanung verbunden mit einer schriftlichen Fixierung der Eckpunkte der gewählten Strategie bzw. eines Geschäftsplans. Dieser sog. „rote Faden“ dient den Verantwortlichen im Unternehmen dazu, Unternehmenssteuerung mit Konsequenz zu verfolgen, auch in Zeiten hoher Anforderungen im Tagesgeschäft. Turnusmäßige Soll-/Ist-Vergleiche decken Abweichungen auf, die eine rechtzeitige Einleitung von korrigierenden Maßnahmen ermöglichen.

Diese oben aufgeführte Form des Controllings kann als Standard bezeichnet werden und ist unabdingbar für die Unternehmensleitung selbst wie auch für den Austausch mit Geldgebern (Gesellschafter, Finanzierungsinstitute) im Zuge von deren Bewertung und finanzieller Unterstützungsmöglichkeit des mittelständischen Unternehmens.

Chancen und Risiken im Unternehmen können jedoch im bestehenden Zahlenwerk nur eingeschränkt abgebildet werden. Andererseits hat das strukturierte Aufarbeiten des Chancen- und Risikoprofils des Unternehmens jenseits der reinen betriebswirtschaftlichen Zahlen großen Einfluss auf die künftige Entwicklung des Unternehmens.

  • Beispiel Vertrieb:
    das Unternehmen beschäftigt diverse Vertriebsmitarbeiter, von denen eine Person für die Akquisition extrem wichtig ist und nicht ausfallen sollte. Die Frage ist: Was ist zu tun, um sicherzustellen, dass sich diese Situation nicht zum Nachteil des Unternehmens ändert und z.B. perspektivisch keine Abwanderung erfolgt.
  • Beispiel Arbeitsorganisation:
    Auftragsbezogene individuelle Kundenabsprachen seitens des Vertriebs werden im Kundenauftrag nicht hinterlegt und führen zu Reibungsverlusten in der Fertigung. An welcher Wertschöpfungsstufe tritt das zu lösende Problem auf und was ist konkret zur Bereinigung zu tun?
  • Beispiel Technik:
    wichtige Know-how-Träger bestimmen stark den Erfolg der Prozesse im Unternehmen und damit den optimalen Fertigungsdurchlauf, Qualität und Termintreue für die Auslieferung der Produkte. Auch hier gilt die Frage: Was ist konkret zu tun, um das Know-how im Unternehmen zu halten.
  • Beispiel Technik:
    Mitarbeiter haben eigene gute Ideen zur Optimierung der Fertigungsabläufe, artikulieren diese jedoch nicht aus eigenem Antrieb. Was ist zu tun, um diese Reserven im Unternehmen zu heben und die Mitarbeiteridentifikation zu fördern.
  • Beispiel Gesetzgebung:
    das Unternehmen unterliegt aufgrund der Branchenzugehörigkeit spezifischen gesetzlichen Regelungen, deren Erfüllung den Unternehmenserfolg stark beeinflussen. Hier ist es geboten, sich anbahnende gesetzliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und auf Relevanz für das Unternehmen zu prüfen. In der Praxis kann dies unternehmensintern z. B. zu Veränderungen in der Organisation, im Einkauf, in den Prozessen und proaktiv in Marketing und Vertrieb führen.

Die Lösung bietet die strukturierte Aufarbeitung des Chancen- und Risikoprofils entlang der spezifischen Wertschöpfungskette als Innenanalyse sowie in Form der Außenanalyse unter Betrachtung des Unternehmensumfelds in folgenden Teilschritten:

  • Identifizierung
  • Bewertung
  • Dokumentierung und
  • Festlegung konkreter und in der Praxis umsetzbarer Maßnahmen

Ziel ist es, Chancen aufzudecken und Risiken zu reduzieren, abzuwälzen oder auch aus unternehmerischer Sicht bewusst in Kauf zu nehmen.

Die Identifizierung und erste Bewertung der Handlungsfelder entlang der spezifischen Wertschöpfungskette Ihres Unternehmens erfolgt z.B. durch strukturierte Befragung von Leitungsebene und Mitarbeitern.

Die Dokumentation von Handlungsfeldern, deren abschließende Bewertung sowie die Festlegung konkreter Handlungsnotwendigkeiten mit Verantwortlichkeiten und Terminvereinbarungen stellt das Kernstück des Chancen- und Risiko-Managements dar. Die Erfahrung zeigt, dass es sinnvoll ist, turnusmäßig - d. h. mindestens einmal pro Jahr - die Handlungsfelder auf Aktualität und Arbeitsstand der gemeinsam erarbeiteten Handlungsnotwendigkeiten hin zu überprüfen.

Komprimierte, graphische Darstellung aller ermittelten Chancen- und Risikofelder des Unternehmens auf einer Seite für die Geschäftsleitung (sog. Dash-Board).

Der Nutzen für Sie und Ihr Unternehmen ist insbesondere:

  • Verbesserte Transparenz bei den Verantwortlichen im Unternehmen zur Chancen- und Risikolage. Beurteilungen aus den wirtschaftlichen Zahlen heraus werden ergänzt um Einschätzungsmöglichkeiten zu Themen, die „im Unternehmen schlummern“ sowie von außen einwirken und das künftige Zahlenwerk des Unternehmens signifikant beeinflussen können.
  • Nachhaltige Verbesserung der Unternehmenssituation ist möglich durch turnusmäßige konkrete Auseinandersetzung ( z.B. alle 12 Monate) mit den Chancen- und Risikoprofilen sowie durch Einleitung konkreter, umsetzbarer Maßnahmen
  • Verbesserte persönliche Risikoeinschätzung der im Unternehmen persönlich haftenden Verantwortlichen
  • Chancen-/Risikomanagement kann - wie in Praxisfällen bereits realisiert - bei den Finanzierungspartnern zu einer verbesserten Konditionsgestaltung im Kreditgeschäft (Stichwort: risk-adjusted pricing) beitragen.

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    Erhard Lamparter
    Konzept - Plus - Praxis Erhard Lamparter
    Am Mühlfeld 59
    01744 Dippoldiswalde

    kpp.erhard.lamparter@googlemail.com


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