• Ellipsis Newsletter / Ausgabe 2 / Dezember 2012

    Völlig neue Perspektiven der Finanzierung: Crowdfunding

    Viele Menschen finanzieren gemeinsam ein Projekt, das ihnen gefällt und das sie unterstützen bzw. in das sie via Internet investieren wollen.

Alle reden darüber, viele versuchen es zu erklären, häufig bleibt aber doch die einfache Frage: Was ist das eigentlich - Crowdfunding?

Einfach erklärt

Auf den Punkt gebracht: Viele Menschen finanzieren gemeinsam ein Projekt, das ihnen gefällt und das sie unterstützen bzw. in das sie investieren wollen. Dies findet aufgrund der schnellen und einfachen Verbreitung nahezu ausschließlich im Internet statt.

Die Art des Projektes kann dabei extrem unterschiedlich sein: ob neue Consumer-Produkte, Musik-Produktionen, Filme, Bücher, die Umsetzung innovativer Geschäftsideen, die Nachfinanzierung von bereits konsolidierten Geschäftsmodellen oder vieles andere mehr.

Diese Projekte können sich durch Crowdfunding unkompliziert und ohne herkömmliche Finanzierungsmechanismen bzw. -institute mit Eigenkapital versorgen.

Paradigmenwechsel

Anders als früher, als fast ausschließlich von professionellen Investoren sogenanntes Venture Capital zum Beispiel in Startups, also in innovative oder originelle Ideen gesteckt wurde, gibt es damit heute die Möglichkeit, als einzelner mit vielen Gleichgesinnten in solche Projekte zu investieren. Quasi eine Finanzierung durch eine Gruppe, einen "Schwarm": Crowd-Finanzierung eben.

Und anders als bei bisherigen Arten der Kapitalbeschaffung bekommen die Finanzierer beim Crowdfunding verschiedene Arten der Beteiligung angeboten.

Abhängig vom jeweiligen Einsatz kann es sich bspw. um das fertige Werk (Vorfinanzierung), Geschenke, Medialeistungen (Sponsoring), Spendenquittungen oder auch um eine klassische Gewinnbeteiligung handeln.

Die Art und Bandbreite bestimmt dabei der Initiator des Projektes selbst.

Das Besondere dabei: die Unterstützer bekennen sich im Vorfeld schon zu einem Produkt, einer Initiative oder einem Geschäftsmodell bzw. kaufen es sogar im Falle eines Produktes bereits im Vorfeld – und initiieren so dessen Produktion.

Da sie sich mit dem Vorhaben persönlich identifizieren, tragen sie als Multiplikatoren zudem mittels ihres sozialen Umfeldes zur Bekanntheit und damit zum Erfolg der Finanzierung entscheidend bei.

Das wird nicht nur die Finanzierungsmöglichkeiten eines Vorhabens in Zukunft deutlich erweitern und etablierte Modell zunehmend in Frage stellen, sondern zum Beispiel auch die Art von Produktentwicklungen entscheidend verändern:

Neue Produkte werden nicht mehr nur von Firmen und Konzernen initiiert, sondern von der Zielgruppe solcher Produkte selbst!

Die Entwicklung geht weiter

Der Begriff Crowdfounding tauchte erstmals im Jahr 2006 auf, als es die Plattform "sellaband.com" Musikern ermöglichte, ihre Alben durch Fans vorfinanzieren zu lassen.

Heute haben international erfolgreiche Crowdfunding-Portale wie bspw. "kickstarter.com", welches durch einige enorm erfolgreiche Produkte, die ihre Finanzierungserwartungen bei weitem überschritten haben, den Begriff Crowdfounding auch weltweit populär gemacht.

In Deutschland sind momentan "seedmatch.de" und "startnext.de" führend – nebenbei bemerkt, beides Unternehmen aus Dresden.

Während es bei "seedmatch.de" darum geht, sich unkompliziert und bereits ab kleineren Summen an zukunftsweisenden jungen Unternehmen zu beteiligen und damit am Gewinn zu partizipieren (Stand 3. 12. 2012:  2,4 Millionen Euro eingesammeltes Kapital), kann man bei „startnext.de“ vor allem kulturelle Projekte durch andere Arten der Beteiligung unterstützen.

Und beinahe täglich kommen weltweit neue Crowdfunding-Portale und Projekte hinzu.

Eine revolutionäre Art der Finanzierung, die völlig neue Perspektiven eröffnet.

Peter Pfau

VOR Werbeagentur GmbH
Eisenbahnstraße 2
01097 Dresden

www.vor-dresden.de


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