• Ellipsis Gesellschaft für Unternehmensentwicklung mbH
    Informationen zum sächsischen Förderprogramm "Gründungsberatung"

    Dieses Programm bieten Gründern wir zu den Themen Überarbeitung/Weiterentwicklung Ihres Gründungskonzepts, Sicherung und Optimierung der Finanzierung, Vorbereitung eines Vertriebs- bzw. Marketingkonzepts, Markterschließung, uvm. an.

Förderprogramm "Gründungsberatung" in Sachsen

Grundlage

Richtlinie des Sächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zur Mittelstandsförderung (Mittelstandsrichtlinie) vom 21. August 2014

Was wird gefördert?

Beratungen zum Start in die Selbständigkeit zu wirtschaftlichen, technischen, finanziellen und organisatorischen Fragen. Nicht vom Förderumfang umfasst sind die Erstellung von Gründungs- und Unternehmenskonzepten und Beratungsleistungen, die sich überwiegend auf Rechts-, Versicherungs-, Patent- und Steuerfragen beziehen.

Wer ist antragsberechtigt?

Natürliche Personen, die sich durch Gründung eines Unternehmens oder durch Übernahme eines bereits bestehenden Unternehmens oder durch Ausweitung eines Nebenerwerbs zum Vollerwerb selbständig machen wollen. Deren Haupt- oder Nebenwohnsitz muss im Freistaat Sachsen liegen.

Nicht antragsberechtigt sind Personen, die als Unternehmens- oder Wirtschaftsberater, als Wirtschaftsprüfer, als Steuerberater oder vereidigte Buchprüfer sowie als Rechtsanwälte oder Notare tätig werden wollen.

Allgemeine Informationen

Das Programm "Gründungsberatung" ist auf die Gründung von wettbewerbsfähigen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit dem Ziel der Vollexistenz ausgerichtet. Der Freistaat Sachsen gewährt Zuschüsse bei der Inanspruchnahme von Beratungsleistungen, um Existenzgründern den Start in die Selbstständigkeit zu erleichtern. Sie profitieren bei nahezu allen unternehmerischen Fragen vom Sachverstand kompetenter Berater und erhalten Hilfe zur Selbsthilfe. Die richtige Beratung kann gerade in der Anfangsphase für den Erfolg Ihres Unternehmens entscheidend sein.

Insbesondere können Sie sich zu folgenden Themen beraten lassen:

  • Sicherung und Optimierung der Finanzierung
  • Vorbereitung eines Vertriebs- bzw. Marketingkonzepts
  • Überarbeitung/ Weiterentwicklung Ihres Gründungs- bzw. Unternehmenskonzepts
  • Markterschließung
  • Standortsuche
  • Erarbeitung von operativen Unternehmenszielen/-strategien
  • Personalkonzeptentwicklung/Maßnahmen zum Personalaufbau
  • Umweltaspekte des Vorhabens

Art der Förderung und Höhe

  • nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Pauschale
  • bei Neugründung/Ausweitung 400 EUR pro Tagewerk (TW), bei Beratungen zu Unternehmensnachfolgen 500 EUR pro TW
  • Beratungen mit einem Nettohonorar unter 350 EUR pro TW (440 EUR bei Unternehmensnachfolgen) werden nicht unterstützt
  • ein TW umfasst 8 Stunden
  • die Beratung soll mindestens 2, sie darf jedoch höchstens 10 TW umfassen

Umfang

  • Je Gründungsvorhaben kann die Förderung nur einmal innerhalb von 5 Jahren in Anspruch genommen werden.

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Zuständige Stelle

  • für die Erstberatung: die zuständige Industrie- und Handelskammer (IHK), Handwerkskammer (HWK) bzw. der Landesverband der Freien Berufe (LFB)
  • für die Bearbeitung des Förderantrages: die SAB

Voraussetzungen

Die Beratung ist nur zuwendungsfähig, wenn sie von selbstständigen Beratern/Beratungsunternehmen durchgeführt wird, die die Anforderungen der Beraterqualifikation erfüllen. Diese sind:

  • überwiegender Geschäftszweck liegt auf entgeltlicher Unternehmensberatung
  • mindestens zwei Referenzen entgeltlicher Unternehmensberatung in den letzten 12 Monaten
  • überwiegend Beratung von KMU in den letzten drei Jahren
  • mindestens zwei Tage Weiterbildung pro Jahr in den letzten drei Jahren

Die Unternehmensgründung oder Unternehmensübernahme darf bis zum Abschluss der Gründungsberatung noch nicht erfolgt sein.

Verfahrensablauf

Bevor Sie eine Beratungsförderung in Anspruch nehmen können, wenden Sie sich zunächst – je nach geplanter Ausrichtung – an die zuständige IHK, HWK bzw. an den LFB. Dort wird Ihnen bei persönlicher und fachlicher Eignung sowie positiver Beurteilung Ihres Vorhabens eine entsprechende Beratungsempfehlung erteilt.

Innerhalb von 2 Monaten nach Erteilung einer Beratungsempfehlung muss der Förderantrag bei der SAB gestellt werden.

Sie dürfen mit dem Gründungsvorhaben während der Beratung noch nicht wirtschaftlich tätig sein. Dies gilt nicht bei bisheriger Ausübung der Tätigkeit im Nebenerwerb.
Die Auszahlung der Zuwendung erfolgt als Einmalzahlung nach Vorlage der nachstehenden Unterlagen: Beratervertrag, Beratungsbericht, Originalrechnung des Beraters sowie Nachweis der Bezahlung.

Die Beratung selbst als auch die Abrechnung der Beratungskosten soll innerhalb von 6 Monaten nach Erhalt des Zuwendungsbescheides erfolgen.
Zuwendungsempfänger sind verpflichtet, an der Erfolgskontrolle mitzuwirken. Hierzu versendet die SAB nach Beendigung des Vorhabens einen Fragebogen, den Sie bitte vollständig ausgefüllt zurücksenden.

Frist / Dauer

Mit der Umsetzung des Vorhabens kann nach Antragseingang bei der SAB begonnen werden. Das Risiko, die beantragte Zuwendung nicht, nicht in der geplanten Höhe oder nicht zu dem geplanten Zeitpunkt zu erhalten, trägt der Antragsteller.

Stand: 10.10.2015
Quelle: SAB


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