• Ellipsis CAMPUS

    Zertifizierte/r Berater/in für Risiko- und Krisenmanagement

    premium-Lehrgang

Jedes Unternehmen wird im Laufe seiner Geschäftstätigkeit von Situationen betroffen sein, die die Erreichung von Unternehmenszielen in Frage stellen. Hierbei ist es keinesfalls von Bedeutung, wie groß das Unternehmen ist.

Unternehmerische Tätigkeit ist immer mit einem Risiko verbunden. Eine Ursache dafür ist u.a. die Unkenntnis darüber, wie sich entscheidende Parameter in der Zukunft entwickeln. Diese können negative Abweichungen von geplanten Zielgrößen verursachen. Die nicht rechtzeitige Erkennung der Risiken kann zu existenzgefährdenden Entwicklungen führen. Die Unternehmensführung muss sich demnach mit Risiken in allen Unternehmensprozessen beschäftigen. Dies sollte Bestandteil der Führungstätigkeit sein. Deshalb wird das Risikomanagement durch gesetzliche Bestimmungen in besonderer Weise gefordert.

Zeigen die Maßnahmen aus dem Risikomanagement nicht die gewünschten Ergebnisse, tritt an dessen Stelle das Krisenmanagement. Hierbei hat die Vermeidung des Ausbruchs einer Krise höchste Priorität. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass die Unternehmenskrise rechtzeitig wahrgenommen wird. Oft kommt es zwischen einem Ausbruch und dem Erkennen einer Krise durch Inaktivität zu gefährlichen Situationen.

In der Vergangenheit gab es solche krisenhafte Konstellationen schon bei Banken und Großunternehmen, aber auch bei mittelständischen Unternehmen aller Größen. Insbesondere besteht jedoch für KMUs eine größere Gefahr. Im Gegensatz zu größeren Unternehmen verfügen diese nicht über die notwendige finanzielle Basis, längere Zeit schwierige Situationen auszugleichen. Wichtig ist, dass sofort beim Erkennen der ersten Anzeichen ein Krisenmanagementsystem vorhanden ist, mit welchen die notwendigen Eingriffe in das unternehmerische System erfolgen können.

Trotzdem besitzen nur wenige der KMU derartige Managementsysteme. Oft wird die Thematik unterschätzt oder die Unternehmen verlassen sich auf Informationen von Außenstehenden, wie z. B. Steuerberater oder Unternehmensberater.
Deshalb kommt diesen Berufsgruppen eine hohe Verantwortung zur Erfüllung der an sie übergebenen Aufgaben zu. Theoretisch fundierte Kenntnisse, gepaart mit praxisnaher Erfahrung sind notwendig, um den nach Unterstützung suchenden Unternehmen schnelle und effektive Lösungen anzubieten.

In diesem Lehrgang werden Ihnen ausgewiesene Fachexperten mit langjähriger Erfahrung einen intensiven Einblick in die Inhalte der Risiko- und Krisenszenarien geben. Mit Beispielen aus der Praxis werden Sie persönlich an der Lösung der Aufgaben mitarbeiten und Lösungen begründen. Die Weiterbildung schließen Sie mit einer schriftlichen Prüfung ab. Mit Bestehen dieser erhalten Sie ein Hochschulzertifikat.

Mit dieser Weiterbildung sichern Sie sich nachweislich einen persönlichen Wissenszuwachs und kommen der immer stärker werdenden Forderung nach regelmäßiger Weiterbildung der beratenden Berufe nach. Gleichzeitig haben Sie mit der Erlangung des Zertifikats die Voraussetzung geschaffen, um an dem darauf aufbauenden Lehrgang "Zertifizierter Sanierungsmanager" teilzunehmen.

Der Lehrumfang beträgt 16 Tage zu jeweils 9 Unterrichtseinheiten (UE), insgesamt 144 UE.

Inhalte

01 Einführung

02 Risiko ist immer und überall
02.1 Konjunkturlage und Perspektiven aus Sicht der Volkswirtschaft
02.2 Risikomanagement als Führungsaufgabe
02.3 Rechtliche Bestimmungen und Anforderungen

03 Frühwarnsystem: Struktur eines Risikomanagementsystems
03.1 Risikomanagement zwischen Controlling, Revision und Leistungserbringung – Grundlagen
03.2 Aufwand/Nutzen: Das ALARP-Prinzip
03.3 Bestandteile des Risikomanagements
03.4 Organisation des Risikomanagements/Rollen und Verantwortlichkeiten der Beteiligten
03.5 Risikoarten und Ansätze zur Risikoidentifikation/-früherkennung
03.6 Probleme der Risikobewertung
03.7 Risikoreporting
03.8 Möglichkeiten der Risikosteuerung und -überwachung

04 Unternehmenskrisen erkennen
04.1 Krisenarten und -verlauf
– häufigste Krisenursachen
– Krisensymptome
04.2 Bestimmung des aktuellen Krisenstadiums
– Kennzahlen zur Krisenerkennung
– Jahresabschlussanalyse
04.3 Insolvenztatbestände kennen und prüfen
– Rechtliche Grundlagen
– Insolvenzantragspflicht
– Fallstudien
 > für Organe des Krisenunternehmens
 > der Banken
 > des Sanierungsberaters
04.4 Krisenmanagement aus Bankensicht

05 Analyse bestehender Wertschöpfungsprozesse
05.x ...
05.x ...

06 Entwicklung neuer Geschäftsmodelle
06.x ...
06.x ...

07 Prognose zum Fortbestehen des Unternehmens
07.1 Anforderungen und Inhalt einer Fortbestehensprognose nach IDW-Standard
07.2 Fortführungs- und Fortbestehensprognose
07.3 Empfehlungen zur positiven Fortführungsprognose
07.4 Konsequenzen der negativen Fortführungsprognose
07.5 Sicht der Finanzinstitute auf die Fortführungsprognose
07.6 Bewertungsmethoden für den Vermögensstatus
07.7 Umgang der Bank mit Problemkrediten im Mittelstand

08 Wege zur Sanierung eines Unternehmens
08.1 Erstellung des Sanierungskonzeptes nach IDW S6
– Grundlagen und Aufbau
– Beurteilung der Sanierungsfähigkeit
– Integrierter Unternehmens- und Restrukturierungsplan
08.2 Leistungswirtschaftliche Sanierungsmaßnahmen
08.3 Finanzielle Sanierungsmaßnahmen
– Liquiditätszufuhr von außen
– Innenfinanzierung und Analyse Eigenkapital
– bilanztechnische Maßnahmen
– Management des working capitals
08.4 Organisation der Sanierung
– Projektmanagement
 > strukturiertes Herangehen
– Beteiligte an der Sanierung
– Kommunikation in der Krise
– Sanierungsmonitoring/-controlling

09 Sanierung im Insolvenzstadium
09.1 ESUG – das neue Sanierungsrecht
09.2 Übertragende Sanierung
– Insolvenz vermeiden?
09.3 Insolvenzplanverfahren
– Substanz erhalten
09.4 Anforderungen an Insolvenzpläne
09.5 Relevanz der Beraterhaftung/Sanierungsgeschäftsführer?
09.6 Besonderheiten Schutzschirmverfahren und vorläufige Eigenverwaltung

10 Spezielle Aspekte der Sanierung
10.1 Rahmenbedingungen im Arbeitsrecht
10.2 Aspekte des Gesellschaftsrechts
10.3 Steuerliche Gesichtspunkte
– Möglichkeiten und Risiken in der Krise
– Auswirkungen von finanziellen Sanierungsmaßnahmen auf die Steuerarten
– Verhandlungsmöglichkeiten mit dem Finanzamt
– Prüfungsverfahren des Finanzamtes in Krisenunternehmen
10.4 Pflichten der Beteiligten in der Krise
10.5 Psychologische Aspekte und Kommunikationsverhalten
10.6 Unternehmenskauf und -verkauf in der Krise
– Umgang mit Investoren
– Der M&A-Prozess
– Methoden der Unternehmensbewertung

11 Gruppenarbeit zu Musterfällen
Erarbeiten von Lösungsansätzen für Krisenszenarien und Sanierungsabläufen in mehreren Musterfällen

12 Prüfung
Die Prüfung erfolgt an der HTW Dresden. Jeder Teilnehmer legt eine dreieinhalbstündige Prüfung ab.

Broschüre Zertifizierter Berater für Risiko- und Krisenmanagement (2. Kurs)


Nach oben